Was kostet eine Website? Die ehrliche Antwort: Es hängt davon ab, wie viele Seiten du brauchst, wer die Texte schreibt, welche Funktionen dazukommen und wer die Website später betreut. Damit du trotzdem planen kannst, findest du hier konkrete Preise, laufende Kosten, Beispielrechnungen fürs erste Jahr und eine Checkliste, mit der du Angebote vergleichst.
Kurzantwort: Was kostet eine Website?
Eine Website besteht aus zwei Kostenblöcken: den einmaligen Kosten für Planung, Design und Umsetzung und den laufenden Kosten für Hosting, Domain, E-Mail und gegebenenfalls Wartung.
- Onepager oder kleine Website (bis 3 Seiten): bei Komplett Webdesign ab 799 € einmalig.
- Unternehmenswebsite mit mehreren Leistungsseiten: ab 1.499 € einmalig.
- Umfangreiche Website oder Relaunch: ab 2.499 € einmalig.
- Sonderfunktionen wie Buchung, Shop oder CMS: ab 3.500 € oder nach Aufwand.
- Laufend: Hosting ab 5 € im Monat, Domain und E-Mail ab 6 € im Monat, Wartung optional ab 39 € im Monat.
Andere Anbieter rechnen anders: Ein Baukasten kostet wenig zum Start, dafür monatlich und mit deiner eigenen Arbeitszeit. Agenturen mit Strategie, Fotoshooting und Texten liegen deutlich höher. Wichtig ist, was im Preis enthalten ist.
Die drei Wege zur eigenen Website
1) Baukasten (zum Beispiel Wix oder Jimdo)
Du bezahlst einen monatlichen oder jährlichen Tarif und baust die Seite selbst mit Vorlagen. Der Start ist schnell und günstig. Dafür steckst du eigene Zeit hinein, bist an den Anbieter gebunden und hast weniger Einfluss auf Ladezeit und technische Suchmaschinenoptimierung. Zusatzfunktionen kosten oft extra.
- Gut für: erste Gehversuche, sehr kleine Budgets, Hobbyprojekte.
- Achte auf: Preis nach dem Aktionszeitraum, Kosten für Zusatzfunktionen, Umzug zu einem anderen Anbieter.
2) Freelancer oder Webdesigner
Ein Webdesigner plant und baut die Website für dich, oft zum Festpreis pro Paket. Du lieferst Inhalte und Feedback, der Webdesigner kümmert sich um Struktur, Gestaltung und Technik. Das ist für kleine Unternehmen und Selbstständige meist der beste Mittelweg aus Preis, Qualität und eigenem Zeitaufwand.
- Gut für: Selbstständige, Handwerk, lokale Dienstleister, kleine Unternehmen.
- Achte auf: Anzahl der Korrekturrunden, wer die Texte schreibt, wer Hosting und Wartung übernimmt.
3) Agentur mit Full-Service
Agenturen übernehmen zusätzlich Markenentwicklung, Texte, Fotos, Kampagnen oder laufendes Marketing. Das kostet entsprechend mehr und lohnt sich, wenn du diese Leistungen wirklich brauchst und intern niemand sie übernimmt.
| Kriterium | Baukasten | Webdesigner | Agentur |
|---|---|---|---|
| Einmalige Kosten | gering | mittel, oft Festpreis | hoch |
| Laufende Kosten | Tarif monatlich | Hosting, Domain, optional Wartung | oft Betreuungsvertrag |
| Dein Zeitaufwand | hoch | gering bis mittel | gering |
| Individuelles Design | begrenzt | ja | ja |
| Technik und Ladezeit | vom Anbieter vorgegeben | steuerbar | steuerbar |
Einmalige Kosten: wofür du bei der Erstellung bezahlst
Der Preis einer Website entsteht nicht durch die Zahl der Seiten allein. Diese Posten bestimmen den Aufwand bei der Erstellung am stärksten:
| Posten | Was dazugehört | Treibt den Preis, wenn … |
|---|---|---|
| Konzept und Struktur | Seitenplan, Ziele, Anfragewege | viele Leistungen oder Zielgruppen geordnet werden müssen |
| Design | Layout, Farben, Schriften, mobile Ansicht | ein eigenes Erscheinungsbild entwickelt wird |
| Umsetzung | Programmierung, Formulare, Ladezeit | viele Unterseiten oder Sonderfunktionen dazukommen |
| Texte | Überschriften, Leistungstexte, FAQ | alle Texte neu geschrieben werden statt aus deinen Stichpunkten |
| Bilder | Auswahl, Zuschnitt, Optimierung | ein Fotoshooting oder lizenzierte Bilder nötig sind |
| SEO-Grundlagen | Seitentitel, Beschreibungen, Struktur, strukturierte Daten | viele Suchbegriffe und Seiten geplant werden |
| Funktionen | Terminbuchung, Shop, Mehrsprachigkeit, CMS | externe Systeme angebunden werden |
| Relaunch | alte Inhalte übernehmen, Weiterleitungen | eine bestehende Website mit vielen Seiten umzieht |
Rechtstexte wie Impressum und Datenschutzerklärung werden technisch eingebunden. Ihre inhaltliche Prüfung ist keine Webdesign-Leistung, sondern Aufgabe eines Generators, eines Verbands oder einer Rechtsberatung.
Laufende Kosten: was jeden Monat dazukommt
Nach dem Start fallen Kosten für den Betrieb an. Sie sind meist klein, aber dauerhaft, deshalb gehören sie von Anfang an in dein Budget.
| Posten | Wofür | Bei Komplett Webdesign |
|---|---|---|
| Hosting | Speicherplatz und Auslieferung der Website | ab 5 € im Monat |
| Domain und E-Mail | deine Adresse und Postfächer | ab 6 € im Monat |
| Wartung | Updates, Prüfungen, kleine Änderungen | optional, ab 39 € im Monat |
| Externe Tools | Terminbuchung, Newsletter, Zahlungsanbieter | nach Anbieter und Tarif |
Eine schlanke Website kommt mit wenigen Euro im Monat aus. Mit Wartung und externen Tools wie einem Buchungssystem steigen die laufenden Kosten entsprechend. Eine ausführliche Übersicht findest du unter laufende Website-Kosten.
Drei Beispielrechnungen fürs erste Jahr
So sieht das Budget fürs erste Jahr aus, wenn du Hosting, Domain und E-Mail im günstigsten Tarif nutzt (5 € + 6 € im Monat, also 132 € im Jahr):
Beispiel 1: Onepager für Selbstständige
Eine Seite mit Leistungen, Über mich und Kontakt: ab 799 € einmalig plus 132 € laufend im ersten Jahr. Ohne Wartungsvertrag, Änderungen nach Bedarf.
Beispiel 2: Unternehmenswebsite für einen Handwerks- oder Dienstleistungsbetrieb
Vier bis sieben Seiten mit eigenen Leistungsseiten, Referenzen und Anfrageformular: ab 1.499 € einmalig plus 132 € laufend. Mit Wartung ab 39 € im Monat kommen 468 € im Jahr dazu.
Beispiel 3: Relaunch einer bestehenden Website
Acht bis zwölf Seiten, Übernahme wichtiger Inhalte und saubere Weiterleitungen alter Adressen: ab 2.499 € einmalig plus laufende Kosten wie oben. Bei Sonderfunktionen wie Terminbuchung kommen die Gebühren des jeweiligen Anbieters dazu.
Konkrete Beispielrechnungen mit allen Paketen für Berlin findest du auf der Seite Website-Kosten in Berlin.
Selbst bauen oder bauen lassen?
Ein Baukasten wirkt günstiger, weil deine eigene Zeit nicht auf der Rechnung steht. Rechne sie trotzdem mit: Wer zum ersten Mal eine Website baut, braucht für Einarbeitung, Texte, Bilder, mobile Ansicht und Rechtstexte schnell mehrere Arbeitstage. Setz für diese Stunden an, was du in der Zeit mit deiner eigentlichen Arbeit verdienen würdest.
Selbst bauen lohnt sich, wenn du Spaß daran hast, wenig Anforderungen an Design und Sichtbarkeit stellst und die Zeit wirklich übrig ist. Bauen lassen lohnt sich, wenn die Website Anfragen bringen soll, professionell wirken muss und du deine Zeit lieber in Kunden steckst.
Lohnt sich die Investition? Eine einfache Rechnung
Die bessere Frage als „Was kostet eine Website?“ ist: Wie viele Aufträge braucht sie, um sich zu bezahlen? Ein Beispiel: Bringt dir ein neuer Kunde im Schnitt 500 € Gewinn, hat sich eine Unternehmenswebsite für ab 1.499 € nach wenigen zusätzlichen Aufträgen bezahlt gemacht. Alles danach ist Gewinn, oft über Jahre.
Entscheidend ist deshalb nicht der niedrigste Preis, sondern ob die Website Anfragen bringt: klare Leistungen, echte Bilder, Vertrauen durch Bewertungen und ein einfacher Weg zum Kontakt. Eine günstige Website, die niemand findet oder die nicht überzeugt, ist am Ende die teuerste.
Was kostet ein Website-Relaunch?
Ein Relaunch kostet meist ähnlich viel wie eine neue Website derselben Größe. Dazu kommt Aufwand für die Übernahme bestehender Inhalte und für Weiterleitungen, damit alte Seitenadressen ihre Sichtbarkeit bei Google nicht verlieren. Ein Relaunch lohnt sich, wenn die Website auf dem Handy schlecht funktioniert, veraltet wirkt, kaum Anfragen bringt oder sich nicht mehr pflegen lässt. Mehr dazu unter Website-Relaunch.
Versteckte Kosten und typische Kostenfallen
- Aktionspreise: Hosting und Baukästen werben oft mit einem günstigen ersten Jahr. Rechne mit dem regulären Preis danach.
- Texte nicht eingeplant: Wer alle Texte selbst schreiben muss, verschiebt den Start oft um Wochen.
- Bildrechte: Fotos aus dem Internet ohne Lizenz können teure Abmahnungen nach sich ziehen. Nutze eigene Fotos oder lizenzierte Bilder.
- Plugins und Erweiterungen: Bei WordPress und Baukästen kosten Zusatzfunktionen oft eigene Abos.
- Keine Wartung: Veraltete Software ist ein Sicherheitsrisiko. Plane Updates ein, selbst oder per Wartungsvertrag.
- Unklare Rechte: Kläre vorher, wem Domain, Inhalte und Zugangsdaten gehören und ob du später den Anbieter wechseln kannst.
So vergleichst du Angebote richtig
Zwei Angebote mit gleichem Preis können sehr Unterschiedliches enthalten. Frag bei jedem Angebot nach:
- Wie viele Seiten und welche Funktionen sind enthalten?
- Wer schreibt die Texte, und wie viele Korrekturrunden gibt es?
- Sind Bilder, Schriften und Lizenzen enthalten?
- Welche SEO-Grundlagen sind dabei: Seitentitel, Beschreibungen, Ladezeit, mobile Ansicht?
- Was kosten Hosting, Domain, E-Mail und Wartung im Monat, auch nach dem ersten Jahr?
- Kannst du Texte später selbst ändern, und was kosten Änderungen durch den Anbieter?
- Gehören Domain und Inhalte dir, und bekommst du alle Zugangsdaten?
Checkliste: dein Budget in 30 Minuten
- Ziel festlegen: Anfragen, Termine, Online-Verkauf oder Bewerbungen.
- Seiten skizzieren: Startseite, Leistungen, Über uns, Referenzen, Kontakt.
- Funktionen klären: Kontaktformular, Terminbuchung, Shop, mehrere Sprachen.
- Inhalte prüfen: Gibt es Texte, Fotos, Logo? Was muss neu entstehen?
- Laufende Kosten einplanen: Hosting, Domain, E-Mail, Wartung, Tools.
- Später erweitern: Was kann warten, zum Beispiel Blog oder Shop?
Was kostet eine Website in deiner Branche?
Jede Branche braucht andere Seiten. Welche Paketgröße typischerweise passt, steht auf den Branchenseiten:
Kosten für deine Website einschätzen lassen
Du willst wissen, was deine Website konkret kostet? Vergleiche die Pakete oder schreib mir kurz, was du vorhast. Ich sage dir ehrlich, welches Paket passt und was laufend dazukommt.
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